Kreative KI & Immersive Zukünfte

Bildquelle: Matthias Sasse

Konferenz „Kreative KI & Immersive Zukünfte“ in Potsdam


16. Juni 2026 | Von Redaktion

Ein Tag voller Bilder, Stimmen und neuer Verbindungen in Potsdam

Wie klingt Zukunft? Wie fühlt sie sich an, wenn man sie durch eine VR-Brille betritt, als KI-generierten Song hört, als Siebdruck in den Händen hält oder in einem Gespräch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik neu zusammensetzt?

Branchenübergreifender Austausch

Am 4. Juni 2026 wurde der Lange Stall im Kreativ Quartier Potsdam zu einem offenen und zukunftsweisenden Möglichkeitsraum für ganz unterschiedliche Akteur*innen. Unter dem Titel „Kreative KI & Immersive Zukünfte – Technologie in Potsdam erleben“ kamen über 300 Besucher zusammen, um spannende Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, immersive Technologien, Medien, Design, Architektur, Musik und Kunst nicht nur zu diskutieren, sondern wirklich zu erleben.

Was diesen Tag besonders gemacht hat: Ganz unterschiedliche Akteure kamen im Rahmen kreativer Arbeit zusammen. Kreativschaffende, Unternehmer*innen, Start-ups, Forschende, Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik, Nachwuchsführungskräfte und interessierte Besucher*innen begegneten sich auf Augenhöhe. Dadurch entstand ein Raum, von dem tatsächlich alle profitieren konnten: vom klassischen kleineren Mittelständler über Vertreter*innen der Kreativwirtschaft bis hin zu jungen Führungskräften, die digitale Transformation nicht nur technisch, sondern menschlich, kulturell und gestalterisch verstehen wollen.

Sämtliche Fotografien in diesem Beitrag: Copyright Matthias Sasse.

Spannende Impulse zu Zukunftsthemen

Nach der eindrucksvollen Brandenburger KI-Landpartie zum Thema KI und innovatives Bauen begann das Main-Stage-Programm mit der offiziellen Eröffnung durch Noosha Aubel, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam. In den anschließenden Panels kamen Wirtschaft, Wissenschaft und Kreativbranche miteinander ins Gespräch: über Design, Robotik, Medien, Forschung, neue Geschäftsmodelle, Produktionsworkflows und die Frage, wie KI nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für sinnvolle Innovation eingesetzt werden kann.

Zu hören gab es viele Perspektiven: Jörn Krug, Diplom-Medienwissenschaftler an der Filmuniversität Babelsberg sprach über Start-ups, Kreativität und Prompts; Politikwissenschaftlerin und Zukünfte-Expertin Dr. Isabella Hermann öffnete mit einem Science Fiction-Ansatz neue, weniger dystopische KI-Zukünfte; Prof. Dr. Lena Gieseke, Professorin für bildorientierte Medientechnologien an der Filmuniversität Babelsberg gab Einblicke in KI-Projekte des CX Studio; Luise Letsch vom Zentrum Pop nahm uns mit in die Musikwelt und zeigte Chancen und Herausforderungen für Künstler und Produktion. Später ging es um KI in Museen, Audio, Barrierefreiheit, Übersetzung, Medienzugänge und in der unternehmerischen Praxis. Besonders motivierend war dabei, dass nicht nur über Technologie gesprochen wurde, sondern immer wieder über Menschen, Haltungen, Zugänge und Verantwortung.

Demo-Stationen: Technologie zum Anfassen und Erleben

Auch zu sehen gab es viel: Im ganzen Haus konnten Besucher*innen immersive und KI-basierte Anwendungen ausprobieren. 3-LA – EULOGY II stellte eine KI-basierte digitale Priesterin zwischen Techno-Spiritualität und Transformation vor. CURRENT verband Meeresströmungen, Klimadynamiken, AR, Klangkunst und 3D-Visualisierung zu einem multisensorischen Erlebnis. Mit Build Green wurde nachhaltiges Bauen in XR erfahrbar: Das Kreativ Quartier ließ sich digital begehen, während Aspekte wie Emissionen, Zirkularität und Materialherkunft sichtbar wurden.

Der Voicing-Your-Opinion-Bot sammelte Gedanken der Besucher*innen zu KI und machte sie in Echtzeit sichtbar. Das mobile Escape Game AI.CUBE on Tour vermittelte spielerisch Wissen zu KI, Deepfakes und Medienkompetenz. In Morphē wurden klassische Skulpturen über 3D-Daten und KI in neue Formen übersetzt und zusätzlich in VR erlebbar. Die VR-Ausstellung Verloren & Geborgen öffnete virtuelle Zugänge zu verschwundenen Bauwerken wie dem Anhalter Bahnhof, der Bauakademie oder dem Ahornblatt in Berlin. Dazu kamen XR-, AR- und Film-Installationen, LiDAR Scans und Gaussian Splatting im Bauwesen, poetische Experimente zur Übersetzbarkeit mit UNTITLED, ein personalisierter KI-Museumsguide von Museful, die Urbane Datenplattform der Stadtwerke Potsdam und die Meeting Games: KI im Betrieb, die Unternehmen einen spielerischen Einstieg in KI-Diskussionen ermöglichen.

Interaktive Workshops: Technologie zum Mitmachen

Und weil Lernen am besten funktioniert, wenn man selbst ins Tun kommt, gab es auch ganz praktische Workshops und offene Austauschformate: Bei Sergii’s Song Contest entstanden KI-generierte Songs, Song-Cover und musikalische Konzepte. Im englischsprachigen Workshop AI Literacy for Creative and Cultural Organisations wurde gemeinsam darüber nachgedacht, wie Kultur- und Kreativorganisationen KI-Kompetenz praktisch, reflektiert und menschenzentriert aufbauen können. Die Siebdruckwerkstatt auf Rollen machte KI als Statement sichtbar – mit Textfragmenten, Fragen und Leerstellen statt klassischem Branding. Und im offenen Austauschformat zu KI in der Produktion konnten Teilnehmende Erfahrungen, Unsicherheiten und Ideen teilen.

Abgerundet wurde der Tag mit einem Fazit zu „Kreativität x Technologie: Eine Love Story seit Beginn der Zeit“, in dem Kristina Bodrožić-Brnić zeigte, dass kreative Technologien im Storytelling so alt sind wie die Menschheit selbst. Zum Schluss spielte die in Potsdam ansässige DJane Galaxaura harmonische elektronische Beats zum Ausklang des Tages.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Lisa Nawrocski (UNESCO CITY OF FILM POTSDAM) und Kristina Bodrožić-Brnić (Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur).

Ein starkes Netzwerk

Unser großer Dank gilt allen Partnern, Aussteller*innen, Speaker*innen, Workshopleitungen, Besucher*innen und Unterstützer*innen, die diesen Tag möglich gemacht haben. Der Open Space wurde gemeinsam gestaltet vom Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur, der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Potsdam, der Genossenschaft Langer Stall, dem Kreativ Quartier Potsdam, dem Mittelstand-Digital Zentrum Magdeburg, der Brandenburger KI-Landpartie, dem MIZ Babelsberg, medianet berlinbrandenburg e.V., der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, UNESCO CITY OF FILM POTSDAM, dem MediaTech Hub Potsdam, Glockenweiß, der Wirtschaftsförderung Brandenburg, dem Netzwerk NET4AI, dem Zentrum für Popularmusik und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg.

Über 300 Besucher*innen haben gezeigt: Das Interesse an kreativer, verantwortungsvoller und menschenzentrierter Technologiegestaltung ist groß. Und wir freuen uns schon jetzt auf noch mehr gemeinsame Events, neue Kooperationen und weitere Räume, in denen KI, Kreativität und Unternehmertum zusammenfinden.

Kontaktmöglichkeit

Kristina Bodrozic-Brnic

kristina.brnic@businessschool-berlin.de

+49 331 / 730404 – 304

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