Legal Disruption Conference 2025 – Legal Tech & Metaverse 

Legal Disruption Conference 2025

Bildquelle: Kristina Bodrozic-Brnic

Legal Disruption Conference 2025


6. Januar 2026 | Von Redaktion

Der Rechtsbegriff mit seinen Auswirkungen steht an einem Wendepunkt, und das nicht erst seit dem Durchbruch großer Sprachmodelle. Zunehmend strukturieren auch immersive Technologien, virtuelle Räume und datenbasierte Systeme die juristische Arbeit, Entscheidungsfindung und Verantwortung neu. Die Legal Disruption Conference 2025 – Legal Tech & Metaverse, ins Leben gerufen von der BSP Business and Law School und dem Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur, nahm diese Dynamik zum Anlass, den Blick bewusst zu weiten: weg von einer rein KI-zentrierten Debatte, hin zu einem ganzheitlichen Verständnis technologischer Transformation im Rechts- und Wirtschaftsraum. 

Im Mittelpunkt stand eine Frage, die für Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen Studierende, juristische Praktiker*innen sowie Organisationen an der Schnittstelle von Recht, Wirtschaft, Psychologie und Technologie gleichermaßen relevant ist: 

Welche Technologien verändern Recht und Organisationen jenseits von Large Language Models – und welche Kompetenzen brauchen wir, um diesen Wandel verantwortungsvoll zu gestalten?  

Recht mitgestalten 

Ein zentraler Impuls: Juristische Arbeit entwickelt sich zunehmend von einer wissenszentrierten Disziplin hin zu einer Gestaltungs- und Systemkompetenz. Automatisierte Vertragslogiken, KI-gestützte Vorstrukturierungen, virtuelle Verhandlungsräume und simulationsbasierte Trainings verändern, wie Recht entsteht und wie es vermittelt und angewendet wird. 

Für kleine und mittlere Unternehmen und ihre Führungskräfte bedeutet das: 
Rechtliche Prozesse sind nicht länger isoliert zu betrachten, sondern werden Teil digitaler Wertschöpfungs- und Entscheidungsprozesse. Wer Zukunftsfähigkeit sichern will, muss technologische, rechtliche und organisationale Perspektiven zusammendenken – und Führung neu verstehen. 

Lernen, Entscheiden, Verhandeln 

Besonders deutlich wurde das Potenzial von Virtual, Augmented und Mixed Reality als Lern- und Experimentierräume in verschiedenen Szenarien. Denn immersive Welten ermöglichen es, komplexe Situationen realitätsnah, emotional anschlussfähig und zugleich risikofrei zu erproben. DIe Anwendungsfelder reichen dabei von der Gesprächsführung und Konfliktlösung bis hin zu juristischen Entscheidungsprozessen. 

Damit eröffnen sich neue Perspektiven für: 

  • juristische Aus- und Weiterbildung
  • Führungskräfteentwicklung in Unternehmen
  • Change- und Transformationsprozesse
  • interdisziplinäres Lernen zwischen Recht, Wirtschaft und Psychologie 

Lernen wird erfahrungsbasiert – und damit wirksamer. 

Unterstützung braucht Verantwortung 

Ein weiterer zentraler Impuls betrifft den verantwortungsvollen Einsatz von KI. Gerade im rechtlichen Kontext wurde deutlich: KI kann strukturieren, analysieren, vorbereiten und visualisieren – sie darf jedoch nicht Verantwortung ersetzen. Fragen von Datenschutz, Transparenz, Governance und Qualitätssicherung sind keine technischen Details, sondern strategische Führungsaufgaben. 

Für den Mittelstand heißt das: 
Nicht jede Effizienzsteigerung ist automatisch ein Fortschritt. Entscheidend ist, wo, wie und wofür Technologien eingesetzt werden – und wie menschliche Urteilskraft systematisch eingebunden bleibt. 

Geschwindigkeit, Qualität und Vertrauen neu ausbalancieren 

Technologien beschleunigen Prozesse. Doch gerade im Recht und in sensiblen organisationalen Entscheidungen entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen Tempo, Qualität und gesellschaftlicher Akzeptanz. Führung bedeutet zunehmend, diese Spannungen bewusst zu moderieren, statt sie technisch „wegzuoptimieren“. 

Damit wird deutlich: 
Zukunftskompetenz heißt nicht nur, Technologie zu beherrschen, sondern Ambivalenzen auszuhalten und reflektiert zu gestalten. 

Empfehlungen für Führungskräfte in KMU

  • Technologische Grundkompetenzen in KI und XR im eigenen Unternehmen strategisch aufbauen und sich hierüber mit möglichen Anwendungsfällen beschäftigen.
  • Abteilungsübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit in Teams für die Implementierung fördern. 
  • Recht, Technologie und Organisation als zusammenhängendes System denken. 

Ausrichter der Veranstaltung waren das Institute for Digital Transformation & Innovation der BSP Business and Law School sowie das Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur, in Kooperation mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz, dem Curriculum Innovationshub (CIH) der HTW Berlin und dem Legal Tech Colab aus München. 

Ausblick: Zukunft gemeinsam gestalten 

Die Impulse der Legal Disruption Conference 2025 machen deutlich: Der Wandel von Recht, Wirtschaft und Organisationen ist kein fernes Zukunftsthema, sondern Teil unserer Gegenwart. Umso wichtiger ist es, Dialogräume, Lernformate und Erprobungsfelder zu schaffen, in denen technologische Innovation mit Verantwortung, Reflexion und gesellschaftlichem Mehrwert verbunden wird. 

Das Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur führt diese Themen auch künftig in Workshops, Konferenzen und praxisnahen Formaten weiter – gemeinsam mit Unternehmen, Führungskräften, Studierenden sowie Partnern aus Wissenschaft und Praxis. 

Auf unserer Veranstaltungsseite finden Sie regelmäßig Veranstaltungen zu diesen Themen – halten Sie insbesondere Ausschau nach unseren “Try me!” – Praxisformaten. Wir freuen uns auf Sie! 

Kontaktmöglichkeit

Anne Lammich

anne-liese.lammich@businessschool-berlin.de

+49 331 / 730404 – 303

Kristina Bodrozic-Brnic

kristina.brnic@businessschool-berlin.de

+49 331 / 730404 – 304

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