Studien bestätigen: eine KI-Strategie macht den Unterschied

KI Studien

Bildquelle: erstellt via Canva (Pro Content license)


28. August 2025 | Von Isabelle Bickham

Neue Technologien entwickeln sich rasant und gerade im Bereich Künstliche Intelligenz gibt es ständig neue Erkenntnisse. Regelmäßig schauen wir uns deshalb aktuelle Studien an, um ein Gefühl zu bekommen, wohin die Reise geht und ob unsere Angebote die Herausforderungen mittelständischer Unternehmen abdecken.

In diesem Artikel betrachten wir drei aktuelle Studien und ihre Ergebnisse: Wo liegen Chancen, Strömungen und bestehende Potenziale, sowie sich anbahnende Risiken? Welchen Einfluss haben diese auf den Mittelstand?

Studie 1: Hubspot – Sechs KI-Trend-Prognosen für 2025

Quelle: https://blog.hubspot.de/marketing/ki-trends

Highlights:

  1. KI als Kreativitäts-Booster: KI übernimmt Routineaufgaben wie Reportings oder E-Mails – so bleibt mehr Zeit für kreative Arbeit.
  2. Zunehmende Automatisierung: Agentenbasierte Tools kommen – sie erledigen personalisierte Kundeninteraktionen selbstständig und bringen Produktivitäts- sowie Kostenvorteile.
  3. Ganzheitliche Strategie statt Einzeltests: Unternehmen setzen auf klare KI-Roadmaps, Governance und regelmäßige Experimente statt auf Insellösungen. KI-Investitionen steigen dadurch in 2025.
  4. Neue Rollen entstehen: Prompt Engineers und hybride Profile mit Technik- und Kreativ-Know-how sind zunehmend gefragt.
  5. KI-Sichtbarkeit als SEO-Schlüssel: Inhalte müssen so optimiert sein, dass sie in KI-Antworten erscheinen – nicht nur in Google-Suchergebnissen.

Unser Fazit:

Die ersten Experimentierphasen mit KI gehören der Vergangenheit an. 2025 steht im Zeichen von Integration, Struktur und Effizienz. Marketing wandelt sich von punktueller KI-Nutzung hin zu einem durchdachten, strategisch eingebetteten Einsatz. Wer darauf setzt, arbeitet effizienter und bleibt kreativ zugleich.

Studie 2 – Influencer Marketing Hub: KI im Influencer Marketing 2025

Quelle: https://influencermarketinghub.com/influencer-marketing-benchmark-report/

Highlights:

  • KI wird unverzichtbar im Influencer-Marketing: rund 66 % der Marken bestätigen, dass KI-Integration ihre Kampagnenergebnisse verbessert.
  • KI unterstützt Arbeitsschritte im gesamten Prozess: vom Influencer-Matching, Kampagnensteuerung in Echtzeit, Content-Ideen, über KI-Übersetzer und Follower-Analyse.
  • Automatisierungen steigen: 73 % glauben, dass Influencer-Marketing künftig weitgehend durch KI automatisiert werden kann – jedoch bleibt die kreative und strategische Steuerung in menschlicher Hand.
  • CGI-Influencer haben weniger Erfolg: zwar bieten sie volle Kontrolle und Skalierbarkeit, sie stoßen jedoch beim Thema der Vertrauensbildung an Grenzen. Nur 38 % der Konsument*innen halten virtuelle Figuren sofort für glaubwürdig. Authentizität und Kennzeichnung bleiben daher entscheidend.
Artikelinhalte
Key Benefits of AI in Influencer Marketing, Quelle: https://influencermarketinghub.com/influencer-marketing-benchmark-report/

Unser Fazit:

Influencer-Marketing bleibt für viele Marken ein strategischer Erfolgsfaktor. KI unterstützt auch hier die internen Prozesse zunehmend. Gerade in den Punkten Authentizität und Vertrauen sollten Unternehmen jedoch weiterhin auf langfristige Kooperationen und Nano-Influencer*innen setzen.

Studie 3 – Universität Konstanz: Konstanzer KI-Studie 2025

Quelle: https://www.uni-konstanz.de/universitaet/aktuelles-und-medien/aktuelle-meldungen/aktuelles-1/ki-am-arbeitsplatz-steigende-nutzung-anhaltende-ungleichheit/

Highlights:

  • KI-Nutzung am Arbeitsplatz nimmt zu: Rund 35 % der Beschäftigten verwenden inzwischen KI im Arbeitsalltag – ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr. Besonders gefragt sind Tools für automatisierte Textgenerierung (z. B. ChatGPT, Mistral AI), aber auch Anwendungen für vorhersagende Analysen und Robotik werden verstärkt eingesetzt.
  • Ungleichheit bleibt bestehen: Besonders in wissensintensiven Berufen wie IT, Verwaltung oder Forschung nutzen mittlerweile fast 45 % KI-Tools. In Produktions- oder Handwerksberufen liegt der Anteil bei nur 24 %.
  • Unsicherheit bleibt groß: Ein Drittel der Befragten kann nicht einschätzen, wie sich KI auf die eigene Arbeit auswirkt. Rund 46 % sehen Risiken für den allgemeinen Arbeitsmarkt, aber nur 20 % befürchten den Verlust des eigenen Jobs.
  • Kleine Unternehmen hinken hinterher: Firmen mit weniger Beschäftigten investieren deutlich seltener in KI-Weiterbildung oder klare Kommunikationsstrategien – was das Risiko einer digitalen Spaltung erhöht.

Unser Fazit:

KI wird immer wichtiger im Berufsalltag – gleichzeitig vertieft sie bestehende Ungleichheiten. Besonders Menschen in wissensintensiven Berufen, mit höherer Bildung oder in größeren Unternehmen profitieren. Damit das nicht zur Zwei-Klassen-Digitalisierung wird, braucht es gezielte Unterstützung – durch Weiterbildung, klare Kommunikation und organisatorische Strategien. Gerade hier unterstützen neutrale, kostenfreie Wissensangebote wie die unserer Initiative Mittelstand-Digital den Mittelstand.

Kontaktmöglichkeit

Isabelle Bickham

Isabelle.Bickham@h-da.de

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